Video-Marketing

Die Nachfrage nach Video-Inhalten im Netz und in den Social Media steigt rasant. Auch in der Marketing-Strategie vieler Unternehmen spielt das Video-Marketing eine immer größere Rolle. Laut einer Prognose von Hubspot werden Videos 2019 mehr als 80 Prozent des gesamten Web-Traffics ausmachen und 90 Prozent der zu diesem Thema befragten User geben an, dass Videos ihnen dabei helfen, Kaufentscheidungen zu treffen. Wie können Unternehmen diese Entwicklung für sich nutzen und was sollten sie bei der Produktion von Marketing-Videos beachten?

 

Ein Video sagt mehr als 1.000 Worte

James McQuivey, Experte für digitales Marketing, stellt auf blog.hubspot.com fest, dass eine einzige Minute Video-Content die gleiche Informationsmenge transportiert wie 1,8 Millionen Worte. Video-Marketing ist seiner Ansicht nach so effektiv, weil es sowohl visuell, als auch auditiv wirkt und User sich deshalb besser an Inhalte erinnern, als bei Texten. Demnach ist es wahrscheinlich, dass ein Kunde, der sich an ein Marketing-Video erinnert, sich auch an die damit verbundene Marke erinnert.

Ebenso berichtet adzine.de, dass eine ansprechende Tonspur ein herausragendes Stilmittel sein kann, wenn sie mit guten visuellen Elementen verknüpft wird. Bestenfalls sollten die Inhalte von Marketing-Videos exklusiv auf die unterschiedlichen Plattformen abgestimmt sein. Für die Nutzer kann dies ein Anreiz sein, einer Marke oder einem Unternehmen auf mehreren Kanälen zu folgen.

Instagram-TV (IGTV) bietet sich für Unternehmen beispielsweise an, um über längere Videos mit den Nutzern in Kontakt zu treten. Hingegen eignen sich die Video-Stories von Instagram und die Video-Formate auf Snapchat besonders gut für einen kurzen und exklusiven Blick hinter die Kulissen einer Marke.

Format und Länge der Videos sollten passen

Ebenso sollte, je nach Plattform, das Bild-Format des Videos passend gewählt werden. Hierbei gilt es aktuell zu beachten, dass inzwischen aufgrund der starken Verbreitung von Smartphones auch das Hochformat immer beliebter wird. Im Hochformat lässt sich etwa ein größerer Anteil des Bildschirms zum Erzählen einer Geschichte nutzen, ohne dass die Zuschauer zu sehr mit anderen Bildelementen und Beiträgen abgelenkt werden. Unter anderem hat YouTube auf diesen Trend reagiert und angekündigt, dass dort bald auch Anzeigen im vertikalen Format geschaltet werden können.

Die Länge der Videos sollte sich hingegen nach der Aufmerksamkeitsspanne der Konsumenten richten, die zum Beispiel bei der sogenannten Generation Z (von 1995 bis 2010 Geborene) in der Regel zwischen drei und 30 Sekunden liegt. Grundsätzlich sind jedoch bei der Aufmerksamkeitsspanne die ersten Sekunden besonders entscheidend, weshalb etwa das Markenlogo oder der Unternehmensname möglichst am Anfang auftauchen sollten, damit sich die Chancen auf eine Wiedererkennung erhöhen.

Interaktivität wirkt sich positiv auf das Ranking von Videos aus

Mit Fragen oder anderen inhaltlichen Elementen, die zu Kommentaren oder Likes anregen, lässt sich bei Videos die Interaktivität fördern. Das ist deshalb wichtig und lohnenswert, weil Suchmaschinen oder beispielsweise auch der Algorithmus von Facebook Inhalte höher ranken und bevorzugt im News-Feed zur Verfügung stellen, die viele Interaktionen generieren.