Employer Branding - Wie Sie Ihr Unternehmen                              zur Marke machen und                                  langfristige Mitarbeiter:innen gewinnen
Employer Branding - Wie Sie Ihr Unternehmen zur Marke machen und langfristige Mitarbeiter:innen gewinnen

„Wir sorgen dafür, dass es immer einen Vorrat an frischem Obst im Büro gibt, dazu Gratis-Kaffee und ein tolles Arbeitsumfeld…“ mit solchen und anderen attraktiven Benefits versuchen Unternehmen aktuell neue Mitarbeiter:innen zu gewinnen. Was versprechen sie sich davon? Helfen solche Soft-Facts, die passenden Mitarbeiter:innen langfristig zu binden? Fakt ist: Möchte man qualifizierte Arbeitskräfte finden, die zum Unternehmen passen und sich dort wohlfühlen, benötigt man eine zielführende Strategie – ein Employer Branding.

Employer Branding – mehr als eine Arbeitgeberkampagne

Employer Branding bedeutet die strategische Positionierung eines Unternehmens – sowohl extern als auch intern – als glaubwürdiger und attraktiver Arbeitgeber. Wie das Wort Branding bereits andeutet, geht es darum, wie bei einem Produkt, eine Marke für das eigene Unternehmen aufzubauen – kurz gesagt: eine Arbeitgebermarke. Stellen Sie sich einfach den umgekehrten Bewerbungsablauf vor: Sie bewerben sich als Unternehmen bei ihren (potentiellen) Mitarbeiter:innen, zeigen sich von der besten Seite mit Fokus auf Ihre Hard- und Softskills. So wie Unternehmen Marketing- und Kommunikationsinitiativen entwickeln, die ihnen helfen, hochwertige Kunden zu gewinnen und zu halten, so ziehen Kommunikationsinstrumente und -strategien für Employer Branding Top-Talente an und binden sie langfristig. Von Stellenausschreibungen in Portalen, über Social Media Ads, einem Stand auf einer Jobmesse bis hin zur Out of Home-Kampagne sind den Möglichkeiten, die Aufmerksamkeit von potentiellen Bewerber:innen auf sich zu ziehen, keine Grenzen gesetzt.

Warum Employer Branding?

In den vergangenen Jahren hat der Arbeitsmarkt starke Veränderungen durchlebt. Fachkräftemangel, Kündigungen, Jobwechsel und vermehrte Fluktuation fordern nicht nur eine Strategieänderung, sondern einen Perspektivwechsel zugunsten von bestehenden Mitarbeitenden und zukünftigen Talenten. Ist es Ihr Ziel, dass Ihr Unternehmen zukunftsfähig bleibt, machen Sie das Employer Branding zu einer Kernaufgabe Ihres Unternehmens. Ganzheitlich, kreativ und vor allem authentisch umgesetzt, birgt Employer Branding eine große Chance für KMU, ihr Innovationspotenzial voll auszuschöpfen. Wichtig ist, Employer Branding nicht als einmalige Kampagne zu begreifen. Die strategischen Maßnahmen müssen kontinuierlich in der Unternehmensführung verankert werden. Employer Branding muss proaktiv sein und darf nicht einfach nebenher laufen. Es erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit der Arbeitgebermarke sowie die Bereitschaft zum Perspektivwechsel. Warum? Werden Sie nicht aktiv, um Ihre Arbeitgebermarke aufzubauen, werden andere das tun. Damit nehmen Sie in Kauf, dass die Wahrnehmung Ihres Unternehmens über Flurfunk, Chat und Social Media ungewollt von anderen geprägt wird. So können schnell falsche oder negative Meinungen kursieren, die man wieder korrigieren muss. Dem kann man vorbeugen und im Wettbewerb mit anderen Unternehmen auf der Talentsuche klar punkten. Letztlich schaffen Sie mit einem ehrlichen Employer Branding zufriedene Mitarbeiter:innen und damit ein Umfeld mit großem Potenzial, um ihre Geschäftsergebnisse nachhaltig und positiv zu beeinflussen.

Machen Sie Ihr Unternehmen zur Marke

Employer Branding ist nichts für KMU? Viele Unternehmer:innen kleiner und mittlerer Betriebe haben die Vorstellung, dass sie für den Aufbau einer Arbeitgebermarke nicht bekannt und groß genug sind oder dieser ihre finanziellen Möglichkeiten übersteigt. Dabei haben sie im Vergleich zu Großunternehmen wesentliche Vorteile: geringer Formalisierungsgrad, flache Hierarchien, persönlicher Kontakt zwischen Unternehmer und Mitarbeitenden und dadurch kurze Entscheidungswege, schnellere Verantwortung für Einsteiger, soziale Verantwortung, langfristige Ergebnisorientierung usw. Durch den Aufbau einer Arbeitgebermarke können diese Pluspunkte optimal zur Geltung gebracht werden.

Was umfasst das Employer Branding?

Basis des Employer Brandings ist immer die zugrundeliegende Strategie. Sie legt die allgemeine Handlungsanweisung fest, die die konkreten Ziele, Zielgruppen und zu nutzenden Kanäle einbezieht. Zur Entwicklung dieser Strategie muss zuvor die Positionierung und strategische Ausrichtung der Arbeitgebermarke definiert werden (employer value proposition).

Nach der Entwicklung folgt die Umsetzung – also das Content-Marketing und Recruiting. Parallel muss außerdem eine Personalmarketingstrategie umgesetzt werden, um nicht nur die Mitarbeitergewinnung zu optimieren, sondern auch deren Bindung, Leistungsbereitschaft und Unternehmenskultur. Sowohl das Personalmarketing als auch das Employer Branding zielen langfristig auf das positive Arbeitgeberimage ab.

Wie misst man Employer Branding?

Sowohl zur Entwicklung einer Strategie als auch zur Optimierung des Employer Branding ist die Auswertung von Daten unerlässlich. Erst eine Reihe von Kennzahlen (KPI – Key Performance Indicator) gibt Aufschluss, in welche Richtung es gehen soll. Je nach Zielsetzung unterscheiden sich die Daten, die dafür erhoben werden müssen. Beispiele für Kennzahlen, die zur Analyse berücksichtigt werden, sind z. B.: Die Anzahl von Bewerbungen in einem bestimmten Zeitraum Die Fluktuationsrate Die Dauer der Stellenbesetzung: Wie lange bleiben Mitarbeiter:innen im Durchschnitt im Unternehmen? Wie lange bleiben Mitarbeiter:innen in ihrer Position (Karrierechancen) Die Offer-Acceptance-Rate (Verhältnis von angebotenen Stellen zu tatsächlicher Anstellung) Die Klicks (beispielsweise auf Stellenanzeigen oder Corporate Blog) Gehaltszahlung im Verhältnis zum Gehaltswunsch Darüber hinaus sind konsequente Befragungen zur Mitarbeiterzufriedenheit und deren Auswertung sinnvoll, um daraus die notwendigen Maßnahmen abzuleiten.

Employee Branding: Markenbotschafter in eigener Sache

Mit dem Employer Branding sollte das entsprechende Personalmarketing einhergehen: In konkreten operativen Maßnahmen werden die nach außen propagierten Werte und Benefits innerhalb des Unternehmens umgesetzt. Das können Coachings, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Trainingscenter oder eine innovative Personalpolitik sein. Wenn die eigenen Mitarbeiter:innen zu Botschafter:innen des Unternehmens werden, bezeichnet man dies als Arbeitnehmermarke. Sind die Ressourcen vorhanden, lässt sich daraus das sogenannte Employee Branding entwickeln und die Arbeitgebermarke gegenüber (potentiellen) Mitarbeiter:innen mittels der bestehenden Belegschaft am Arbeitsmarkt positionieren. Konkret können das ein Traineeblog, Testimonials von Mitarbeiter:innen sein oder Mitarbeiterbeiträge auf den Unternehmens-Social Media Kanälen. Auf diese Weise erhalten Mitarbeiter:innen nicht nur ein positives Image nach außen, sondern erweisen sich gleichzeitig auch als besonders zufrieden und loyal. Damit werden sie zu idealen Multiplikatoren, die Ihr Unternehmen im Wettbewerb um die besten Arbeitskräfte unterstützen.

5 Tipps, um Ihre Arbeitgebermarke als KMU zu stärken und langfristige Mitarbeiter:innen zu gewinnen

Wir verraten Ihnen die Trends, die bei Arbeitnehmern ganz oben auf der Liste stehen.

1. Weiterbildungsmöglichkeiten

Die meisten Erwerbstätigen möchten sich weiterentwickeln und an den Innovationen ihres Unternehmens beteiligt sein. Weiterbildungen dienen vor allem dem Unternehmen. Aber auch die eigene Weiterentwicklung ist wichtig für das Betriebsklima und kann durch Bildungsurlaube o. ä. umgesetzt werden.

2. Freiraum

Als eine Konsequenz der Pandemie haben viele Arbeitnehmer:innen flexible Arbeitszeiten und das mobile Arbeiten zu schätzen gelernt und möchten nicht mehr auf die Vorzüge verzichten. Dass dadurch nicht weniger gearbeitet wird und ein Unternehmen nicht mit Umsatzeinbußen rechnen muss, wurde bereits durch Studien bewiesen.

3. IT-Equipment

Das mobile Arbeiten ist bei vielen Unternehmen bereits fest verankert. Wie aber sieht es mit der Ausstattung aus? Ist dafür gesorgt, dass Mitarbeiter:innen auch von überall arbeiten können? Funktioniert der Zugang zum Firmenserver? Gibt es für jeden einen Firmenlaptop oder muss zu Hause mit dem eigenen Rechner gearbeitet werden? Achten Sie hier auch auf die IT-Sicherheit. Funktionierende Soft- und Hardware erspart langfristig Kosten und Nerven.

4. Gesunde Fehlerkultur

Aus Fehlern lernen, sich gegenseitig unterstützen, lösungsorientiert denken und handeln – diese Wünsche stehen heutzutage ganz oben auf der Prioritätenliste von Bewerber:innen Idealerweise gibt es ein Verbesserungsvorschlagssystem, denn Mitarbeiter:innen haben oft sehr gute Optimierungsvorschläge.

5. Transparenz

Möchten Sie den Flurfunk möglichst gering halten, ist eine gewisse Transparenz unabdingbar. Mitarbeiter:innen wollen wissen, warum bestimmte Entscheidungen im Unternehmen gefällt werden. Durch eine offene Kommunikation schaffen Sie eine wertvolle Vertrauensbasis. Arbeitnehmer:innen fühlen sich stärker eingebunden, wertgeschätzt und sind auch bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen.

Fazit

Employer Branding bedeutet strategische Arbeit und stärkt Ihr Image als Arbeitgeber langfristig. Nehmen Sie es ernst, aber versprechen Sie nichts, von dem Sie nicht selber überzeugt sind. Eine Arbeitgeberpositionierung sollte den Mitarbeiter:innen gegenüber ehrlich und glaubwürdig unter Beweis gestellt werden. ABER: Öffnen Sie sich für neue Ideen, wechseln Sie die Perspektive. Hinterfragen Sie bisherige Strategien und wagen Sie Neues. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter:innen zu Wort kommen und nehmen Sie sie ernst. Einige Wünsche lassen sich leicht umsetzen, für andere erfordert es mehr Kreativität, aber oft ein geringes Budget. Was macht Ihre Konkurrenz? Schauen Sie nach rechts und links, um im Wettbewerb mithalten zu können, aber kristallisieren Sie auch Ihre USPs heraus und vermarkten Sie diese. Entwicklung, Umsetzung und Messung Ihrer Employer Branding Strategie tragen unmittelbar zur nachhaltigen Optimierung von Mitarbeitergewinnung, Mitarbeiterbindung, Leistungsbereitschaft und Unternehmenskultur sowie zur Verbesserung des Unternehmensimages bei. Auf lange Sicht steigert Employer Branding außerdem Ihr Geschäftsergebnis und den Markenwert Ihres Unternehmens.

Sie planen im Rahmen Ihres Employer Brandings eine Social Media-Kampagne oder denken über andere Möglichkeiten nacht, wie Sie Ihre Stellenausschreibungen am besten platzieren können? Dabei unterstützen wir Sie gerne. Lassen Sie sich von unseren Spezialistinnen und Spezialisten persönlich beraten. Sprechen Sie uns einfach an oder vereinbaren Sie gleich hier Ihren unverbindlichen Online-Beratungstermin.


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