Wie nutzt man Google Trends und was gilt es dabei beachten

Google Trends bietet die Möglichkeit, von Usern gestellte Suchanfragen und Keywords über bestimmte Zeiträume oder für bestimmte Regionen stichwortartig zu analysieren. Theoretisch lässt sich dadurch beispielsweise gezielt die Relevanz bestimmter Suchbegriffe, die Saisonalität von Themen oder auch die Wettbewerbssituation bestimmter Branchen untersuchen. Aber wie aussagekräftig sind die von Google Trends angezeigten Analyseergebnisse und inwieweit können Unternehmen daraus zuverlässige und nützliche Schlussfolgerungen ziehen? Wir fassen für Sie zusammen, wie man Google Trends nutzen kann und welche Kritikpunkte es dazu gibt.

Wie funktioniert Google Trends?

Auf der deutschen Startseite von Google Trends (https://trends.google.de) werden zunächst aktuelle Themen und Trends bei Suchanfragen angezeigt und Jahresrückblicke der letzten fünf Jahre mit den entsprechenden Trends angeboten. Hier kann jeder User eine eigene Suchanfrage zu einem Stichwort oder Thema eingeben und diese Anfrage im nächsten Schritt in Bezug auf die Region, den Zeitraum, die Themenkategorie oder bestimmte Bereiche der Websuche konkretisieren.

Für die Suchanfrage kann der Suchende je nach Bedarf folgende Filter auswählen:

  • Die Region lässt sich auf „Weltweit" oder ein bestimmtes Land wie „Deutschland" festlegen.
  • Als Zeitraum für die Analyse sind die letzten 12 Monate, die letzte Stunde, eine bestimmte Anzahl von Tagen, von 2004 bis heute, oder ein individueller Zeitraum ab dem 1. Januar 2004 auswählbar.
  • Als Kategorien lassen sich diverse Themenbereiche wie „Essen und Trinken", „Sport" oder „Computer und Elektronik" auswählen.
  • Die Websuche kann bei Bedarf für die Bereiche „Bildersuche", „Google News-Suche", „Google Shopping" oder „YouTube-Suche" eingegrenzt werden.

Zusätzlich zu den ausgewählten Filtern zeigt Google Trends in der Regel weitere Informationen und Daten an, die Vergleiche zu verwandten Themen und Suchbegriffen ermöglichen oder beispielsweise die Vergleichszahlen für einzelne Bundesländer des zuvor als Haupt-Filter ausgewählten Landes zur Verfügung stellen. Unternehmen können prinzipiell mit Google Trends einzelne Suchbegriffe oder Themen analysieren oder beispielsweise nacheinander die Relevanz bestimmter Keywords und Suchbegriffe untersuchen und dann die Ergebnisse miteinander vergleichen. Allerdings stellt sich nun die Frage, wie repräsentativ diese Ergebnisse sind und inwiefern Unternehmen daraus etwa verlässliche Schlussfolgerungen für die SEO-Strategie, das Online-Marketing oder die Auswahl von relevanten Inhalten für Websites und andere Plattformen ziehen können. Diese Frage stellt sich allein deshalb, weil Google Trends bei jeder Suchabfrage unterschiedliche Stichproben für die Ergebnisse berücksichtigt.

Inwiefern sind die Analyseergebnisse von Google Trends kritisch zu betrachten?

Auf seiner Support-Seite räumt Google selbst ein, dass die Analyseergebnisse von Google Trends nicht mit wissenschaftlichen Umfragen gleichzusetzen sind. Ebenso ist dort zu lesen: „Ein Spitzenwert bei einem bestimmten Thema sagt nicht aus, dass dieses Thema in irgendeiner Form „beliebt" oder „erfolgreich" ist, sondern nur, dass aus einem nicht angegebenen Grund viele Nutzer eine Suche nach diesem Thema durchführen. Google Trends-Daten sollten immer als ein Datenpunkt unter vielen betrachtet werden, bevor Schlussfolgerungen gezogen werden." (Quelle: https://support.google.com)

Wie tagesschau.de berichtete, werden Google Trends-Daten dennoch von vielen Wissenschaftlern, Journalisten, Wirtschaftsexperten oder sogar von Ermittlern der Landeskriminalämter genutzt, um zu analysieren, wann in der Vergangenheit Menschen nach bestimmten Begriffen gesucht haben. Auch in der Corona-Krise hätten demnach Forscher und Redaktionen den Google-Dienst genutzt, um etwa zu schauen, wann das Interesse an „Kurzarbeit" gestiegen sei. Weiterhin sei fraglich, ob die von Google gelieferten Daten überhaupt eine Aussagekraft hätten. Immer wieder führten identische und zu verschiedenen Zeitpunkten durchgeführte Suchabfragen zu teils eklatant unterschiedlichen Ergebnissen, so tagesschau.de weiter.

Fazit

Die von Google Trends bereitgestellten Daten und Statistiken basieren auf Stichproben und sind aus diesem Grund nicht zu 100 Prozent repräsentativ. Werden identische Suchanfragen zu verschiedenen Zeitpunkten wiederholt, können sie zum Teil zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führen. Deshalb sollten Unternehmen sich gerade im Hinblick auf ihre Marketing- und SEO-Strategie sowie die Auswahl von Themen und Inhalten für ihre Online- und Social-Media-Auftritte nicht ausschließlich auf Google Trends verlassen.

Dennoch können Suchanfragen bei Google Trends beispielsweise zu saisonalen Themen durchaus nützliche Daten und Hinweise liefern. Anhand von langfristig dokumentierten Suchanfragen von Usern lässt sich unter Umständen recht gut nachvollziehen, zu welchem Zeitpunkt des Jahres die Nachfrage nach bestimmten Produkten und Dienstleistungen am größten ist, oder welche Themen wann auf besonderes Interesse stoßen. Hierbei ist es jedoch gegebenenfalls empfehlenswert, die Suchanfragen mehrmals zu wiederholen oder ein weiteres Analyse-Tool zu nutzen, um die Analyseergebnisse realistischer vergleichen und einordnen zu können.

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