Personalmarketing 2019

Im Zuge der Digitalisierung hat sich auch der Arbeitsmarkt verändert. Unternehmen müssen heute auf diesen Wandel reagieren und beispielsweise auf den einschlägigen Plattformen und sozialen Netzwerken um neue Mitarbeiter werben. Vor allem wenn es um Fachkräfte geht, ist der Personalmarkt in vielen Branchen hart umkämpft. Um hier gegen die Konkurrenz zu bestehen, kommt es auf den richtigen Mix und die richtige Strategie im Personalmarketing an. Nicht unerheblich ist dabei, wie sich ein Unternehmen als Arbeitgeber präsentiert.

 

Außendarstellung und interne Kommunikation müssen ineinander greifen

Wenn es darum geht, ein Unternehmen nach außen als attraktiven Arbeitgeber darzustellen, können auch bereits beschäftigte Mitarbeiter als Fürsprecher fungieren, um potenzielle neue Kollegen zu überzeugen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer präsentieren sich dabei jeweils als Marke und werben gleichzeitig für ihre gemeinsame Unternehmenskultur. Entsprechend positiv, authentisch und professionell müssen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer in den öffentlich zugänglichen Informationen und Auftritten des Unternehmens online und offline zeigen. Dazu müssen Arbeitsabläufe und interne Kommunikation ineinander greifen.

Die meisten Bewerber werden vorab vermutlich in Suchmaschinen, auf der Unternehmens-Website, auf Facebook, Twitter oder Kariere-Netzwerken wie Linkedin und XING recherchieren, um einen Eindruck vom möglichen Arbeitgeber und den zuständigen Personen zu erhalten. Stellen Mitarbeiter auf diesen Plattformen das Unternehmen oder das Arbeitsklima in irgendeiner Form negativ dar, dürfte das den einen oder anderen vielversprechenden Bewerber abschrecken.

Nutzt ein Unternehmen Suchmaschinen wie Google für die Rekrutierung von Personal, sollte es bei der SEO darauf achten, möglichst über die organische Suche gefunden zu werden und weniger über bezahlte Anzeigen. Für ein gutes Ranking muss in diesem Zusammenhang die textliche und bildliche Qualität von Stellenbeschreibungen stimmen.

Auch beim sogenannten „Mobile Recruiting" sollten die technischen Voraussetzungen optimiert werden. Denn immer mehr Arbeitnehmer lesen Stellenanzeigen auf ihrem Smartphone oder Tablett und wollen sich dann möglichst einfach und in wenigen Schritten bewerben. Ladezeiten von Seiten und Stellenanzeigen dürfen also nicht zu lang sein und auch Bewerbungsformulare sollten bei der Nutzung von Mobilgeräten funktionieren.

Soziale Netzwerke, Foren und Jobbörsen im Netz werden immer wichtiger

Aktuell verlagert sich die Rekrutierung von Personal immer stärker auf soziale Netzwerke und Plattformen wie Facebook, Linkedin und XING sowie auf Stellenausschreibungen in Blogs, Foren oder digitalen Jobbörsen. Experten bezeichnen diesen Trend als „Soziale Rekrutierung". Die Herausforderung für Unternehmen liegt dabei darin, sich auf all diesen Plattformen und Kommunikationskanälen einheitlich und authentisch als Marke zu präsentieren.

Headhunter und Talentpools als zusätzliche Optionen

Gestaltet sich die Suche nach Fach- oder Führungskräften trotz aller Maßnahmen schwierig, bleiben Headhunter oder Rekrutierungs-Firmen mit den entsprechenden Kontakten und Möglichkeiten selbstverständlich weiterhin eine Option, um passende Kandidaten direkt anzuwerben. Nicht vernachlässigen sollten Personaler außerdem bereits bestehende Kontakte zu ehemaligen Mitarbeitern, von Kollegen empfohlenen Personen oder früheren Bewerbern. Je nach vorhandenen Qualifikationen kann es sich sehr lohnen, ein Verzeichnis mit potenziellen künftigen Mitarbeitern zu pflegen und bei Bedarf auf einen solchen Talentpool zurückzugreifen. Hierbei müssen allerdings die Datenschutzrichtlinien eingehalten werden (Quelle: www.personal-wissen.de).