Bewertungen und Erfahrungsberichte im Internet spielen die größte Rolle vor einem Kauf oder der Beauftragung eines Dienstleisters: Inzwischen suchen 60,2 Prozent der Deutschen gezielt danach, bevor sie eine Entscheidung treffen. Dies sind vier Prozent mehr als noch vor zwei Jahren (2019: 56,4 %). Je jünger der Interessent ist, desto mehr recherchiert er hier aktiv: 71,3 Prozent der 18- bis 29-jährigen Befragten suchen nach Bewertungen und Erfahrungsberichten im Internet, bei den 30- bis 39-jährigen sind es 65,4 Prozent und bei den 40- bis 49-jährigen 62,4 Prozent, während ab 50 Jahren die Beschäftigung mit Online-Bewertungen abnimmt. Diese Altersstruktur lässt darauf schließen, dass die Bewertungen in Zukunft weiter an Relevanz gewinnen werden. Außerdem informieren sich mehr Männer (63,1 %) als Frauen (57,1 %) über Bewertungen im Netz.
Nach der Suche nach Online-Bewertungen steht an zweiter Stelle der Besuch der Website des Unternehmens: 57,7 Prozent der Befragten schauen diese vor der verbindlichen Kaufentscheidung an. Das sind knapp zwei Prozent mehr als noch 2019 (+1,8 %). „Die Homepage ist der Dreh- und Angelpunkt für erfolgreiches Online-Marketing, denn die lokale Auffindbarkeit von Unternehmen beginnt mit einer top gepflegten, aktuellen Website“, betont Hünemohr.
Nach den Präsenzen in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram suchen überdurchschnittlich häufig junge Menschen (18-29 Jahre: 18,8 %). Insgesamt trifft dies bei jedem zehnten Befragten zu (10 %).
Allerdings deutet die aktuelle GfK-Studie von Greven auch darauf hin, dass die Kaufentscheidungen schneller getroffen werden. Denn 16,8 Prozent der Befragten gaben an, vorab nichts davon zu tun: weder Online-Bewertungen noch Websites, weder soziale Netzwerke noch den Unternehmer selbst zu konsultieren. Dies sind zehn Prozent mehr als noch 2016. „Der Händler bzw. Dienstleister muss alle möglichen Kontakte zum Kunden suchen. Der Kunde ist heute definitiv online und zunehmend mobil unterwegs. Deshalb müssen die Unternehmer genau an diesen Touchpoints präsent sein“, resümiert Hünemohr.